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Aussteiger

Bayerische Informationsstelle gegen Extremismus - Bayerisches Aussteigerprogramm

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Die Bayerische Informationsstelle gegen Extremismus hilft Rechtsextremisten, aus der Szene auszusteigen. Das Bayerische Aussteigerprogramm hat schon vielen Jugendlichen und Erwachsenen geholfen und sie auf ihrem Weg begleitet.

Herausgeber: Bayerische Informationsstelle gegen Extremismus Staatliche Einrichtung

 

Hier können sich ausstiegswillige Personen melden:

 

0180 - 2000 786

(6 Cent aus dem Festnetz pro Verbindung)

 

aussteigerprogramm@stmi.bayern.de

 

In dem seit Februar 2001 bestehenden Aussteigerprogramm geben Mitarbeiter der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus  Ausstiegswilligen „Hilfe zur Selbsthilfe“. Ziel ist es,

  • eine innere und äußere Distanzierung vom Rechtsextremismus zu erreichen
  • neue Perspektiven in der demokratischen Gesellschaft und alternative Freizeitmöglichkeiten aufzuzeigen
  • eine Lebensgestaltung in eigener Verantwortlichkeit ohne die Einflüsse der rechtsextremistischen Szene anzustoßen.

Je nach Situation der Ausstiegswilligen fördert die Bayerische Informationsstelle gegen Extremismus im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Ausstieg selbst und stellt Kontakte zum Jugendamt, zur Sozialbehörde, zur Arbeitsvermittlung, zur Schulleitung, zur Polizei, zum Bewährungshelfer und zu anderen Institutionen her.

Das Beratungstelefon nutzten bisher etwa 580 Personen. Von den ca. 220 Personen, die sich seither von Mitarbeitern des Bayerischen Aussteigerprogramms beraten und helfen ließen, wurden ca. 130 in das Aussteigerprogramm übernommen. Gut 100 Personen sind mittlerweile mit Hilfe des Bayerischen Aussteigerprogramms aus der rechtsextremistischen Szene ausgestiegen. Derzeit befinden sich etwa zehn Personen als potentielle Aussteigende im Bayerischen Austeigerprogramm.

 


 

Medienbeiträge über das Bayerische Aussteigerprogramm

 

  • Tausche Springerstiefel gegen neues Leben

    Tausche Springerstiefel gegen neues LebenUnter dem Titel "Tausche Springerstiefel gegen neues Leben" hat der Bayerische Rundfunk am Beispiel eines fiktiven Ausstiegswilligen aus der rechtsextremistischen Szene einen Artikel über die Ziele, Arbeitsweisen und Problemstellungen des Bayerischen Aussteigerprogramms verfasst.

    Auszug:

    Es könnte so ablaufen: Jan will raus aus der rechten Szene, weil ihn die Kameraden enttäuscht haben, weil er nicht mehr prügeln möchte, weil er sein Leben ändern will. Er ist der klassische Aussteiger, um die 27 Jahre alt, dem Alkohol und der Gewalt eher zugeneigt, mit einem Vater, der nie da war und selbst Probleme mit Drogen hatte. 12, 13 Jahre war Jan damals und psychisch angeschlagen, als er erste Kontakte zum rechtsextremen Milieu knüpfte...

    zum Beitrag

     

  • Wege aus der rechtsextremen Isolation

    Wege aus der rechtsextremen IsolationDer Beitrag auf dem Präventionsportal Polizei-Dein-Partner zeigt neben der Aufgabenstellung des Bayerischen Aussteigerprogramms auch die schwierigen biographischen und szenetypischen Hintergründe ausstiegswilliger Rechtsextremisten. Dabei wird auf zwei anonymisierte Echtfälle eingegangen.

    Auszug:

    Anfangs bemerken die Berater bei den Ausstiegswilligen häufig eine hohe Gewaltbereitschaft. Viele wissen nicht, wie sich Konflikte friedlich bewältigen lassen. Sie orientieren sich lieber an einem „Führer“ für alle Lebenslagen und bevorzugen einfache Lösungen, auch wenn diese bei genauerem Hinsehen als unrealistisch erkennbar wären...

    zum Beitrag

Details zum Herausgeber:
Bayer. Informationsstelle gegen Extremismus
Knorrstr. 139 - 80937 München
Tel.  089  - 21 92 21 92
Fax. 089 - 21 92 23 77
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