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Rechtsextremistische Veranstaltung zum „Charlemagnegedenken“ in Bad Reichenhall

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Am 8. Mai organisierte die NPD in Bad Reichenhall eine Veranstaltung zur Verherrlichung von Angehörigen der französischen Waffen-SS Division „Charlemagne“. Waren es im vergangenen Jahr noch ca. 45 Personen, nahmen in diesem Jahr ca. 80 Personen aus dem rechtsextremistischen Spektrum an der Veranstaltung teil. Unter den Teilnehmern befand sich auch der verurteilte Rechtsterrorist Martin Wiese.

 

Hintergrund:

Die SS-Division „Charlemagne“ war eine Einheit der Waffen-SS aus überwiegend französischen Freiwilligen. Sie wurde offiziell 1944 gegründet und nach dem fränkischen Kaiser Karl dem Großen benannt. Überlebende der Division waren zum Kriegsende in der Kaserne der Gebirgsjäger in Bad Reichenhall interniert worden. Am 8.Mai 1945 wurden nach einem missglückten Fluchtversuch zwölf Soldaten der SS-Division „Charlemagne“ im Ortsteil Karlstein in Bad Reichenhall hingerichtet.

 

Bewertung:

Die Glorifizierung der Waffen-SS ist ein identitätsstiftendes Merkmal rechtsextremistischer Kreise. Das „Charlemagnegedenken“ findet seit über 30 Jahren Anfang Mai in Bad Reichenhall statt. Dass sich in diesem Jahr deutlich mehr Rechtsextremisten an der Veranstaltung beteiligten, ist auf die Mobilisierung innerhalb der Münchner Neonazi-Szene zurückzuführen. Insbesondere Martin Wiese hatte im Vorfeld der geschichtsrevisionistischen Veranstaltung für eine Teilnahme geworben, was zu einer erhöhten Präsenz der Münchner Szene vor Ort führte.

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